Zwei Schritte zur LED

Wie finde ich die richtige LED als Ersatz für meine Glühbirne? Diese Frage haben sich bestimmt schon alle gestellt, die so langsam aber sicher auf umweltschonende und stromsparende LEDs umrüsten. Der Austausch ist nicht ganz einfach, da man beim Kauf auf andere Kriterien achten muss als damals bei der Glühbirne. Wir erklären in zwei einfachen Schritten, worauf es ankommt und wie man den richtigen LED Ersatz für seine Glühbirne findet.

 

Schritt 1: Die richtige Helligkeit auswählen
Als erstes sollte man bei seinem alten Leuchtmittel nachsehen, wie viel Watt dieses hatte. Bei den alten Glühbirnen war die Wattzahl der wichtigste Indikator für die Helligkeit. Nicht umsonst spricht man auch heute noch von der „60 Watt Glühbirne“. Wichtigstes Kriterium beim Kauf einer neuen LED ist für viele die Helligkeit. Die Helligkeit einer LED kann man aber leider nicht mehr in Watt angeben, wie man das von der Glühbirne gewohnt ist. Denn LEDs haben – bei gleicher Helligkeit – deutlich weniger Watt als Glühbirnen, weil sie weitaus energieeffizenter als diese sind. Diese Effizienz ist ja auch einer ihrer essentiellen Vorteile – weniger Watt bedeutet in erster Linie weniger Stromverbrauch. Zwar kann man anhand der Wattzahl ungefähr erkennen, wie hell eine LED im Vergleich zu einer Glühbirne ist. Dennoch ist diese Angabe nicht exakt. Wer also nicht zu tief in die Materie gehen möchte, der kann sich an dieser Tabelle orientieren, welche den unterschiedlichen Verbrauch in Watt (W) zwischen LED und den herkömmlichen Altleuchtmitteln (wie Glühbirnen und Halogenstrahlern, im Folgenden: “Altleuchtmittel” genannt) darstellt:

 

LED Altleuchtmittel
2-3W 15W
3-5W 25W
5-8W 40W
8-10W 60W
10-12W 75W
12-18W 100W

 

Dieser Tabelle kann man sehr gut entnehmen, wieso man so viel Strom mit LEDs einspart. Teilt man die Verbräuche durcheinander (10 Watt / 60 Watt = 1/6) sieht man, dass die LED im Schnitt nur ein Sechstel dessen verbraucht, was ein Altleuchtmittel verbraucht – und das bei gleicher Lichtausbeute (hierzu gleich). Somit kann man mit einer LED ca. 85-90 % Strom im Vergleich zum Altleuchtmittel sparen.

Exakte Angaben zur Helligkeit einer LED macht jedoch nur der Wert Lumen. Diesen sollte man zugrunde legen, wenn man Altleuchtmittel durch LEDs ersetzen möchte und Wert auf eine exakte, gleichbleibende Helligkeit legt. Die folgende Tabelle zeigt Euch das Verhältnis von Watt (W) und Lumen (lm) bei einem herkömmlichen Altleuchtmittel.

 

25W 230lm
40W 430lm
60W 730lm
100W 1380lm

 

Wer also etwa eine 60 Watt Glühbirne oder einen 35 Watt Halogenspot ersetzen möchte, der sollte bei der Birne nach einer LED mit ungefähr 730 Lumen Ausschau halten, und bei dem Spot sollten es etwa 350 Lumen sein. Die gängigen LED-Modelle haben in der Regel immer etwas mehr Lumen als das vergleichbare Glühbirnen-Modell. Der genaue Lumenwert kann dabei variieren. So haben 60 Watt LED Glühbirnenersatzleuchten durchaus auch etwa einmal 800 Lumen. Die Angaben zu den Lumen sollten sich auf der Produktverpackung oder in der Produktbeschreibung finden. Folgende Tabelle zeigt, wie viel Lumen die neuen LEDs im Vergleich zu den Altleuchtmitteln etwa haben:

 

Wattvergleich LED Altleuchtmittel (Alt)
3W LED = 25W Alt ca. 250lm 230lm
6W LED = 40W Alt ca. 500lm 430lm
10W LED = 75W Alt ca. 800lm 730lm
12W LED = 100W Alt ca. 1050lm 1200lm

 

Mit diesem Schritt ist auch schon der schwierigste Teil auf dem Weg zum richtigen Glühbirnenersatz geschafft. Als nächstes müssen wir uns noch um die richtige Farbtemperatur kümmern.

 

Schritt 2: Die richtige Farbtemperatur auswählen

Ebenfalls neu bei LEDs ist das Auswahlkriterium Farbtemperatur. Glühbirnen hatten immer die gleiche Farbtemperatur, diese lag bei einer 60 Watt Glühbirne bei 2700 Kelvin (K). LEDs hingegen kann man in verschiedenen Farbtemperaturen kaufen. So kann der Käufer je nach LED entscheiden, welche Farbtemperatur er am Einsatzort bevorzugt.

 

LED Altleuchtmittel
2600K Glühlampe (40W)
2700K Glühlampe (60W)
2800K Glühlampe (100W)
2700-2800K Halogenlampe (Hochvolt)
3000-3200K Halogenlampe (Niedergvolt)
4000K Leuchtstofflampe (neutralweiß)

 

Wer möchte, dass sein neuer LED Glühbirnenersatz genauso leuchtet wie das Vorbild, der sollte auf eine warmweiße Farbtemperatur von 2700K zurückgreifen. Ein etwas kälteres Licht machen LEDs mit einer Farbtemperatur von 4000K oder mehr.

 

Farbtemperatur LED Kelvin
warmweiß 2500 – 3000K
neutralweiß 3500 – 4000K
tageslicht/kaltweiß 4000 – 7000K

 

Das ist eigentlich schon alles, was Ihr beachten müsst. Solltet Ihr noch Fragen zu diesem oder anderen Dingen rund um das Thema LEDs haben, helfen wir Euch gerne weiter.

 

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Warum sollte ich LEDs nutzen?

Die klassische Glühbirne hat jahrelang die Haushalte zuverlässig mit Licht versorgt. Doch die Technik aus dem 19. Jahrhundert ist sehr alt und hat demnach einige gravierende Nachteile gegenüber fortschrittlichen Technologien wie LED-Lampen. Bis auf den günstigen Anschaffungspreis spricht nicht viel für dieses überholte Leuchtmittel. Mittlerweile hat die Politik die verbrauchsstärksten Glühbirnen verboten, so dass man sich Gedanken machen muss, wie man sein zuhause beleuchtet, ob man das nun gutheisst oder nicht. Die wichtigsten Vorteile von LED gegenüber der herkömmlichen Glühbirne fassen wir hier zusammen:

  • bis zu 90% Stromersparnis gegenüber Glühbirnen (hier gehts zum Rechner)
  • kaum Wärmeentwicklung, geringere Brandgefahr
  • deutlich längere Lebensdauer von bis zu 50.000 Betriebsstunden

Niedriger Energieverbrauch und geringere Wärmeentwicklung

Wie unser Rechner zeigt, lässt sich im Vergleich zu einer herkömmlichen Glühbirne enorm viel Energie sparen. Bis zu 90% weniger Energie wird mit einer LED-Birne verbraucht, um die gleiche Helligkeit zu erzeugen wie mit einer Glühlampe. Wie das kommt? Die Glühbirne ist eigentlich eher ein Heizkörper als ein Leuchtmittel, denn ca. 95% der Energie wird in Wärme umgewandelt und nur der Rest in Licht.

Damit wären wir auch schon beim zweiten großen Vorteil der LED-Leuchten. Während man bei der Glühbirne aufpassen muss, dass die Birne einen größeren Abstand zu brennbaren Materialien hat, kann man sich mit einer LED-Lampe nicht die Finger verbrennen.

Längere Lebensdauer / Betriebsstunden

Der etwas höhere Anschaffungspreis einer LED-Lampe im Gegensatz zu einer Glühbirne (sofern man diese überhaupt noch kaufen kann) amortisiert sich einerseits durch die hohe Stromersparnis und andererseits durch die deutlich längere Lebensdauer von LED-Birnen in der Regel innerhalb kurzer Zeit. Während es eine Glühbirne nur auf durchschnittlich 1.000 Betriebsstunden schafft, hat man mit LED Leuchtmitteln mit bis zu 50.000 Stunden sehr lange Freude. Auch sind LED-Lampen erschütterungsfest und haben mit häufigem Ein- und Ausschalten keinerlei Probleme.

 

Dies sind nur einige der Vorteile, die LEDs bieten können. Schaut auch weiter in unserm Blog vorbei und bleibt immer auf dem Laufendem. Wer jetzt seine eigenen Einsparmöglichkeiten mit LED wissen möchte, kann hier zu unserem LED-Rechner wechseln.

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